Pädagogischer und organisatorischer Plan zur lernförderlichen Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht

Vorgaben des Ministeriums vom 03.08.2020:

Die zu einer Quarantäne verpflichteten Schüler*innen erhalten Distanzunterricht. Sie sind dazu verpflichtet, sich auf diesen Unterricht einzustellen, sich aktiv zu beteiligen, die gestellten Aufgaben anzufertigen und Hausaufgaben zu erledigen.

Die Schulleitung richtet den Distanzunterricht auf der Grundlage eines pädagogischen und organisatorischen Plans ein und informiert die Schulaufsicht sowie die Schulpflegschaft darüber.

Die Leistungsbewertung erstreckt sich auch auf die im Distanzunterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Klassenarbeiten und Tests finden vornehmlich im Präsenzunterricht statt.

Organisation des Unterrichtsbeginns:

Wir starten an unserer Schule um 7.50 Uhr mit dem offenen Anfang. Ein zeitversetzter Anfang ließ sich mit den Anfahrten der Schulbusse nicht organisieren. Alle Kinder betreten unser Schulgebäude mit Maske durch den Haupteingang, können sich im Eingangsbereich die Hände desinfizieren und setzen sich anschließend in der Aula in den ihrer Lerngruppe zugewiesenen Bereich. Dort werden sie von ihrer Klassenlehrkraft zum Unterrichtsbeginn abgeholt und gehen dann unter Wahrung der Abstandsregelung in ihre Klasse.

Dort waschen sich alle Kinder gründlich die Hände und setzen sich anschließend auf ihren Platz. Dort dürfen sie die Masken absetzen.

Pausengestaltung:

In den Pausen erhalten die einzelnen Klassen auf dem Schulgelände zugewiesene Spielbereiche, in einem rollierenden Verfahren. In den Regenpausen verbleiben die Jahrgänge in ihren Klassen. Sie beschäftigen sich mit mitgebrachten Spielen oder Mal- und Leseaktivitäten. Auch die Tablets und Laptops sollen zum Einsatz kommen. Mit dem Förderverein der Schule soll besprochen werden, ob für die Klassen und/oder Flure noch Spiel- und Materialkisten angeschafft werden können. In den Regenpausen sind die Aufsichten verdoppelt.

Änderungen im Schulalltag:

Alle Besucher müssen am Eingang der Schule ein Formular für externe Besucher ausfüllen, wenn sie die Schule betreten. Es ist aber auch möglich, zu klingeln, und die Schulleitung oder die Sekretärin nehmen die Anliegen dann entgegen.

Für die Abholung der OGS Kinder melden sich die Eltern auch per Klingel oder aber gehen zu einem geöffneten Fenster im Eingangsbereich.

Feiern, Feste und auch jahrgangsübergreifende Projekte sind für das erste Schulhalbjahr abgesagt.

Bis zu den Weihnachtsferien finden keine Konferenzen und Dienstbesprechungen mit allen Kollegen statt. Die Kollegen arbeiten eigenständig weiter und berichten der Schulleitung. 

Vorbereitung von Distanzunterricht im Rahmen des Präsenzunterrichts

Die Wahl der eingesetzten digitalen Technik soll sich prinzipiell an der Medienkompetenz und der Ausstattung der Lernenden und Lehrenden orientieren, um Überforderungen auf beiden Seiten zu vermeiden.

Schüler*innen müssen im Präsenzunterricht vorbereitet werden

  • ihre Lernprozesse selbst zu steuern (Prinzip der Wochenplanarbeit; Festlegung von offenen und geschlossenen, einfachen und komplexeren Aufgaben, die in einem bestimmten Zeitraum bearbeitet werden müssen)
  • Ergebnisse selbst zu kontrollieren
  • Lernprozesse selbstständig vom Schwierigkeitsgrad einzustufen
  • digitale Medien zu nutzen (Ausstattung der Schule lässt dieses nur eingeschränkt zu)

Digitale Ausgangslage der Schule und der Schüler*innen:

Wir haben in unserer Schule 20 Laptops und ganz neu 20 Tablets, die 106 Kindern für die Medienerziehung zur Verfügung stehen. Leider ist unser WLAN nicht so ausgerichtet, dass eine Klasse gleichzietig mit den Laptops oder Tablets arbeiten kann, obwohl wir seit geraumer Zeit den Internetservice „Gustav“ nutzen. Als installierte Lernprogramme auf den Laptops haben wir Antolin, Blitzrechnen und die Lernwerkstatt. Die Tablets müssen in naher Zukunft noch bestückt werden. Im Schulleiterbüro stehen 2 Verwaltungsrechner zur Verfügung, die jedoch ausschließlich von der Sekretärin und der Schulleitung genutzt werden können. Weiter gibt es in der Schule 1 Beamer, 1 Drucker, 1 Scanner, 1 Kopierer und 1 Fax.

Durch einen Fragebogen haben wir ermittelt, über welche digitalen Endgeräte die Schüler*innen verfügen, ob digitale Geräte mit anderen Familienmitgliedern geteilt werden müssen und ob eine Mailadresse vorhanden ist. 3 Kinder unsere Schule verfügen über kein digitales Endgerät und etwa 40 Schüler*innen müssen sich ein Gerät mit Geschwistern oder auch Eltern teilen. Um eine Lernplattform einrichten zu können, müssen die Verfügbarkeit und die Nutzung von digitalen Endgeräten nochmals detaillierter abgefragt werden. Dazu soll demnächst ein weiterer Fragebogen herausgegeben werden.

Organisation von Distanzunterricht:

  • Für jede Lerngruppe werden jeweils montags zwischen 8.00 und 9.00 Uhr Aufgaben in Form eines Wochenplans (zu erledigen bis zum darauffolgenden Freitag) herausgegeben. (Jahrgang 2 im Padlet, Jahrgänge 1, 3 und 4 per Mail)
  • Die Wochenpläne beinhalten schwerpunktmäßig Aufgaben zu allen Fächern.
  • Arbeitsaufträge und Materialien für die Wochenplanarbeit sind so aufzubereiten (z.B. durch Piktogramme), dass die Schüler*innen diese ohne häusliche Hilfe verstehen und bearbeiten können.
  • Aufgaben im Wochenplan werden kompetenzorientiert differenziert, d.h., sie eröffnen verschiedene Lernwege oder gleichen Lerndefizite gezielt aus.
  • Für Kinder, denen keine digitalen Geräte im häuslichen Bereich zur Verfügung stehen, werden weiterhin Materialpakete bereitgestellt, die montags in der Zeit zwischen 8.00 und 10.00 Uhr in der Schule abgeholt werden können.
  • Für die Leistungsbewertung werden die im Schulplaner dargestellten Anforderungen zugrunde gelegt oder aber für die ausgegebenen Arbeitsmaterialien besondere Leistungsanforderungen definiert.
  • Die Leistungsnachweise sollen – wenn möglich – im Präsenzunterricht erbracht werden. Dies könnte in Kleingruppen geschehen, so dass Abstandsregeln auf jeden Fall eingehalten werden können.
  • Die fertig gestellten Aufgaben müssen freitags in der Zeit zwischen 8.00 und 10.00 Uhr in der Schule abgegeben oder digital zurückgesendet werden. Sie werden von den Lehrkräften korrigiert und können in der nachfolgenden Woche montags wieder mitgenommen werden.
  • Die Lehrkräfte sollten die Korrekturen mit motivierenden Kommentaren versehen oder aber Tipps geben, wie weitergearbeitet werden kann. Bewertet werden Vollständigkeit, Ordnung/ Sauberkeit und Inhalt.
  • Die Lehrenden geben lernprozessbegleitendes Feedback.

Plan für den Fall einer Teilschließung oder Schulschließung/ Sicherstellung der Kommunikation mit Eltern:

Nach Bekanntgabe einer Schließung/ Teilschließung erhalten die Kinder spätestens 2 Tage danach einen Wochenplan in digitaler oder analoger Form. Die Aufgaben werden in möglichst vielen Fächern gemäß Stundentafel gestellt. Der erste Plan enthält Aufgaben bis einschließlich des Donnerstags, um dann in unseren Wochenrhythmus einsteigen zu können.

Die Kinder mit Quarantänevorgabe erhalten die Aufgaben digital oder aber per Post.

Die Kommunikation mit den Eltern und auch die Beratung kann weiterhin in Form von Telefonaten (Lehrer*innen geben über die Klassenpflegschaftssitzenden eine telefonische Sprechzeit weiter) oder nach persönlicher Absprache über Mail oder Whatts App erfolgen (feste Ansprechpartner/ feste Sprechzeiten für Eltern). Dies hat beim Lockdown nach anfänglichen Schwierigkeiten gut geklappt und soll so zunächst auch fortgesetzt werden.

Des Weiteren sollen Newsletter und Ankündigungen unter der Rubrik „Aktuelles“ auf unserer Homepage erfolgen (frühestens ab November 2020).

Bei Schwierigkeiten in der Verständigung bei nichtdeutscher Verkehrssprache in den Familien setzen sich die Klassenlehrkräfte im Bedarfsfall mit den kommunalen Integrationsansprechpartnern in Verbindung oder nutzen vorhandene Mehrsprachigkeit in der Elternschaft, um Informationen in verschiedenen Sprachen zu verfassen.

Da wir uns im Augenblick mit der Einführung der Lernplattform EduPage auseinandersetzen, wird zukünftig eventuell eine andere Vergabe der Aufgaben/ Kommunikation realisiert werden können. 

Aussagen zum Einsatz von Lehrkräften in Distanz:

Die Klassenlehrer der einzelnen Jahrgänge bereiten Wochenpläne für ihre Klassen oder auch einzelne Schüler*innen in Quarantäne vor. Auf Nachfrage bei Fachlehrern werden diese Pläne um Angebote ergänzt. Die Eltern werden von den Klassenlehrern über die Vergabe/ Weiterleitung der Pläne informiert. Diese Absprachen sind auf den Klassenpflegschaftssitzungen besprochen und den Eltern seit dem Lockdown bekannt.

Die Schulleitung ist zuständig für die Weiterleitung allgemeiner Informationen zur Organisation und berät die Eltern bei Problemen und offenen Fragen. Da sie für den Präsenzunterricht nicht zur Verfügung steht, kann sie von den Lehrkräften zur Unterstützung/ zur Beratung herangezogen werden.

Die Kommunikation sowie die Absprachen zwischen Klassenlehrkraft und Fachlehrer*in laufen unter den Kollegen zurzeit noch über private Telefonate, interne Whats App Gruppen oder Mails. Da wir in der Schule noch nicht mit digitalen Endgeräten für alle Lehrkräfte ausgestattet sind und auch noch kein entsprechendes Programm haben, um Telefonkonferenzen oder Videokonferenzen abzuhalten, müssen wir uns vorerst gedulden.

Einsatz digitaler Pinnwand „Padlet“ zum Lernen aus Distanz

„Padlet“ ist eine digitale Pinnwand, auf der Texte, Bilder, Videos, Links, Sprach- und Bildaufnahmen und Zeichnungen abgelegt werden können. „Padlet“ kann auf dem PC, dem Tablet oder dem Smartphone genutzt werden. Die Schülerinnen und Schüler können „Padlet“ über die registrierte Lehrkraft nutzen und müssen sich nicht selbst registrieren.
Dies ist an unserer Schule in einigen Jahrgängen bereits geschehen und wurde während der Corona-Pandemie erfolgreich genutzt. Eingestellt wurden hier die aktuellen Arbeitspläne, Videos, Links und auch Arbeitsblätter. Die Kinder konnten sich mit dem klasseninternen Zugangscode einloggen und die Arbeitsmaterialien ausdrucken und bearbeiten. Für die Korrektur mussten die bearbeiteten Materialien in der Schule abgegeben werden.

digitale pinnwand